Über mich – Fantasie mit gelegentlichen Nebenwirkungen

Meine kreative Laufbahn begann in einem Alter, in dem andere Kinder ihre Buntstifte noch auf Geschmack und Bissfestigkeit prüften. Ich fand allerdings ziemlich schnell heraus, dass man damit auch malen konnte.
Zunächst entstanden Bilder, später gesellten sich Geschichten dazu. Denn irgendwann reichte es mir nicht mehr, meine Fantasiewelten nur zu zeichnen. Ich wollte wissen, was darin geschah, wer dort lebte und weshalb sich manche Gestalten partout nicht so benehmen wollten, wie ich es vorgesehen hatte.
Aus kleinen Geschichten wurden größere Abenteuer, aus einzelnen Charakteren ganze Romanwelten. Und aus einem harmlosen Hobby entwickelte sich eine Leidenschaft, die bis heute hartnäckig jede freie Minute für sich beansprucht.
Ob ich dabei aus dem wahren Leben schöpfe?
Selbstverständlich! Allerdings nehme ich mir die Freiheit, die Realität gelegentlich ein wenig aufzuhübschen, kräftig durchzuschütteln oder komplett auf den Kopf zu stellen. Was tatsächlich passiert ist und was meiner blühenden Fantasie entsprungen ist, bleibt mein kleines Geheimnis. Meine Leser dürfen gern rätseln. Ich werde mich hüten, ihnen den Spaß zu verderben.
Meine größte Herausforderung? Meine eigenen Romanfiguren!
Diese undankbare Bande hat nämlich die Angewohnheit, sich regelmäßig über meine sorgfältig ausgearbeiteten Pläne hinwegzusetzen. Sie haben alle ihren eigenen Kopf. Bedauerlicherweise benutzen sie ihn auch. Da werden Entscheidungen angezweifelt, Handlungsstränge eigenmächtig verändert und mitunter hitzige Wortgefechte ausgetragen. Mit mir, versteht sich! Vorzugsweise dann, wenn ich gerade einen – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach – genialen Handlungsverlauf ausgearbeitet habe.
Sollte mich also jemand allein vor meinem Laptop lautstark diskutieren hören, besteht kein Grund zur Sorge. Ich bin weder übergeschnappt noch habe ich unsichtbaren Besuch. Ich versuche lediglich, meinen Romanfiguren klarzumachen, wer hier eigentlich das Sagen hat.
Mit mäßigem Erfolg, wohlgemerkt.
Und weil mir das Schreiben und Veröffentlichen allein offenbar noch nicht genug Arbeit macht, illustriere ich meine Bücher auch selbst.
Ich möchte meinen Figuren nicht nur eine Stimme, sondern auch ein Gesicht verleihen. Immerhin kann ich ihnen dabei wenigstens vorschreiben, was sie anziehen. Meistens jedenfalls. Mit Stift, Pinsel und mittlerweile auch digitalen Werkzeugen entstehen Illustrationen, die meine Geschichten begleiten und ihnen eine ganz persönliche Note geben. Dass meine Charaktere dabei gelegentlich ebenso anspruchsvoll sind wie auf dem Papier, versteht sich fast von selbst. Man könnte meinen, sie hätten sogar bei der Wahl ihrer Frisur ein Mitspracherecht!
Bei aller Fantasie, dem Humor und gelegentlichen Chaos gibt es allerdings etwas, das mir besonders am Herzen liegt: Selbst die dunkelsten Geschichten dürfen einen Funken Hoffnung in sich tragen. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass sich auch im größten Schlamassel noch etwas Gutes finden lässt. Manchmal muss man dafür allerdings ziemlich tief graben.
Besonders freue ich mich über Menschen, die meine Geschichten nicht nur lesen, sondern mit meinen Figuren lachen, leiden, lieben und gelegentlich genauso verzweifeln wie ich. Einige meiner treuesten Wegbegleiter dürfen sogar schon vor der Veröffentlichung bei privaten Lesungen einen Blick in meine neuesten Werke erhalten. Ein Privileg, das gelegentlich mit der Gefahr verbunden ist, von mir spontan nach ihrer Meinung ausgequetscht zu werden.
Wer hier also tiefgründige Geschichten, schräge Charaktere, eine ordentliche Portion Gefühl und gelegentlich gepflegten Wahnsinn sucht, ist herzlich willkommen. Für eventuelle Nebenwirkungen beim Lesen übernehme ich allerdings keine Haftung.
In diesem Sinne: Viel Vergnügen beim Stöbern, Schmökern und Abtauchen in meine Geschichten.
Und falls ihr euch irgendwann fragt, ob die Autorin eigentlich noch alle Tassen im Schrank hat: Selbstverständlich! Einige stehen nur gerade bei meinen Romanfiguren. 😉
Alles Liebe, Eure Leandra Low.